Reinkarnation:

Yogi Milarepa

Ich lebte als Milarepa in der Zeit von 1040 bis 1123 im Grenzgebiet Nepal/Tibet. Geboren wurde  ich um 1040 nahe der nepalesischen Grenze in Tibet unter dem Namen Thöpaga. Ich wurde in die Familie meines Vaters, Mila-Sherab-Gyaltsen und Meiner Mutter Nyang-Tsa-Kaygyen hineingeboren. Ich hatte eine Schwester, Peta-Gön-Kyit. Meine Familie war sehr wohlhabend, da mein Vater ein guter Geschäftsmann war. 

 

Meine Geliebte, die, die mir versprochen war, hieß Zesay.

 

Jedoch wurde mein Vater, als ich 7 Jahre alt war sehr krank und starb und meine Tante und mein Onkel, die sich nach seinem Tod meines Vaters um uns  kümmern sollten, nutzten dieses Mandat um sich schamlos zu bereichern und nahmen uns all unser Erbe weg. Ich, seine Mutter und meine Schwester lebten unter armseligen Bedingungen wie Diener in einem kleinen Teil des Hauses, bekamen kaum Nahrung and hatten nur Lumpen zu als Bekleidung. Die anderen Verwandten taten so als könnten sie nichts tun.

 

"Ich, der lesen gelernt hatte, wurde von seiner Mutter zu Vorlesen religiöser Texte in die Häuser anderer Familien geschickt und verdiente so etwas Geld, so dass wir Drei überleben konnten. Ich konnte auch gut singen. Und trank gerne Chang, eine Art von Bier."

 

Erst gelangte ich durch den Willen meiner Mutter auf den falschen Pfad, konnte dies jedoch korrigieren und schließlich für den Rest meines Lebens dem Dharma folgen. Mein Meister Marpa half mir dabei und weihte mich en.

 

 "Erst dann bekam Milarepa die volle Übertragung von Marpa mit allen Einweihungen und Milarepa praktizierte die Lehren auch dank der guten Verbindung zu Marpa erfolgreich. Marpa und Damema wurden seine spirituellen Eltern."

 

Milarepa meditierte wie ein Yogi in verschiedenen Höhlen Tibets. Er ernährte sich zeitweise nur von Brennesselsuppe und war mit Lumpen bekleidet.

Einmal mauerte er sich in einer Höhle ein um seine Entschlossenheit zu unterstreichen, bis zur Erleuchtung dort zu meditieren. In einem Traum jedoch sah er seine Mutter und brach die Mauer auf, ging zu Marpa und bat ihn in sein Heimatdorf gehen zu können. Der Meister Marpa willigte ungerne ein und sagte Milarepa, da er Marpa, schon alt sei, würden sich die beiden nicht wieder sehen.

 

Als Milarepa war ich ein wenig Randgestalt und stand außerhalb der gesellschaftlichen Normen, wiewohl sein Weg im damaligen Tibet wohlgeachtet wurde.Durch das Praktizieren von Meditation und verschiedenen Yoga-Techniken wie des „inneren Feuers“ und auch der „Sechs Yogas von Naropa“ gelang es mir in nur einem Lebendigen hohen Grad der Erleuchtung zu erreichen. Die Mühen seines entsagungsreichen Lebens für die Erleuchtung zum Wohle aller fühlenden Wesen hatten sich gelohnt.

 

„My religion is to live and die without regret“ (Milarepa)

 

Die spirituelle Kagyu-Line, die ich weiterführte reichte von Tilopa und Naropa über Marpa zu ihm und seinen Schülern. Die beiden bekanntesten Hauptschüler von ihm waren Rechungpa und Gampopa.Durch das zähmen von Tashi Tseringma wurde diese die Schutzgöttin der Kagyü-Yogis und der Kagyü-Linie.

 

Als Milarepa starb ich im Alter von 86 Jahren. Ich versank in Samadhi und verschied in der Morgendämmerung. Meine Schüler waren gierig danach, ein letztes Stück von Milarepa zu erhalten und baten, nachdem dies erst verwehrt wurde, um Reliquien. Schließlich brachte eine Deva, die vom Himmel herabstieg, Zucker und das Baumwollkleid Milarepas. Den Zucker teilte sie in viele Stücke, wobei die Zuckerstücke niemals kleiner wurden. Gleiches tat sie mit dem Baumwollhemd, und vereilte es unter den Anwesenden Schülern. Der Zucker symbolisiert die Süße der Lehre Milarepas, die obwohl so oft geteilt niemals geringer wurde. Das Baumwollkleid war die Bekleidung, die Jentsün Milarepa immer trug und die auch seine wohl über tausend Schüler oft trugen.